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Lebensleistung muss sich lohnen: Renten hoch in Ostdeutschland

Für über 50 Prozent der Beschäftigten in Ostdeutschland würde ihr derzeitiger Lohn nur für Renten von unter 1.300 Euro reichen. In Westdeutschland träfe dies auf gut ein Drittel der Beschäftigten zu. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage der LINKEN im Bundestag hervor. Auch nach 45 Jahren Vollzeitbeschäftigung würden in Sachsen-Anhalt 258.000 Menschen nur auf eine Bruttorente von 1.300 Euro kommen, das sind 51 Prozent der Beschäftigten, im Nachbarland Niedersachsen wären 35 Prozent betroffen. Die Bundestagsfraktion fordert eine Erhöhung des Rentenniveaus auf 50 Prozent. Dazu erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion in Sachsen-Anhalt Eva von Angern:

„Mickrige Renten folgen auf mickrige Löhne, auf Sachsen-Anhalt rollt eine Welle der Altersarmut zu. Für die Hälfte der in Ostdeutschland Beschäftigten reicht es später nur für eine Rente, die Netto wenig über 1.000 Euro im Monat betragen wird. Im Westen sind gut ein Drittel der derzeit Beschäftigten betroffen. Für die ostdeutschen Länder haben die Zahlen eine besondere Relevanz, denn hier kommen laut Alterssicherungsbericht der Bundesregierung 94 Prozent der Leistungen im Alter aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Betriebsrenten und Kapitaleinnahmen spielen im Osten eine weit geringere Rolle als für westdeutsche Rentnerinnen und Rentner. Die Erhöhung der Rentenniveaus ist daher ein notwendiger Schritt, um den Lebensstandard im Alter zu sichern. Ebenso wichtig ist es, endlich die Lohnlücke zwischen Ost und West, zwischen Frauen und Männer zu schließen: Einem Zwei-Klassensystem beim Lohn darf kein Zwei-Klassensystem bei der Rente folgen.“

 

Magdeburg, 5. Januar 2022

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