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Kindermedizin in Sachsen-Anhalt wird weiter abgebaut – Direktor der Kinderklinik am Uniklinikum Magdeburg geht weg

Angesichts des Weggangs des Direktors der Kinderklinik am Uniklinikum Magdeburg betont Eva von Angern, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE:

„Die Landesregierung nimmt die dramatische Situation der Kindermedizin in Sachsen-Anhalt nicht ernst. Die Leidtragenden sind Kinder und Eltern, die die Sparpolitik des Landes bitter zu spüren bekommen. Der Mangel in der Gesundheitsversorgung hat dramatische Folgen und ist in Bezug auf die fehlende Kinderintensivmedizin in Magdeburg existenziell und brandgefährlich. Das setzt die Gesundheit der Kinder aufs Spiel. Für die noch wenigen vorhandenen Fachkräfte im kindermedizinischen Bereich ist das ein unhaltbarer Zustand und enorme Belastung.

Der Weggang des Direktors der Kinderklinik in Magdeburg ist eine weitere Hiobsbotschaft für Kinder und ihre Eltern in und um Magdeburg. Es muss jetzt schnellstmöglich eine kurz- und mittelfristige Lösung gefunden werden, damit kein Kind der Versorgungslücke zum Opfer fällt. Dass sich Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne im heute tagenden Sozialausschuss des Landtags nicht zu den aktuellen Vorgängen äußern will, spricht Bände. Es ist Zeit für einen kindermedizinischen Krisengipfel, damit endlich ein zukunftssicheres Konzept für Sachsen-Anhalt entwickelt wird!“

 

Nicole Anger, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, weiter:

„Der nächste exzellente Kindermediziner geht – und das Land lässt ihn ziehen. Man muss sich fragen warum! Was muss denn noch passieren, damit es endlich zu einem Umdenken kommt und die Gesundheitsversorgung aller Menschen hier die nötige Priorität bekommt, die sie haben sollte? Die Kindermedizin ist grundlegende Daseinsvorsorge und ein wichtiger Standortfaktor, damit junge Menschen in Sachsen-Anhalt gehalten und Fachkräfte gewonnen werden.

Die Landesregierung hat sich längst von der Versorgungssicherheit der Menschen im Land verabschiedet. Im nördlichen Sachsen-Anhalt ist die kindermedizinische Grundversorgung schon lange nicht mehr gegeben. Im südlichen Teil des Landes wird es sich ähnlich entwickeln. Eltern und Kinder fahren in Gardelegen 45 Minuten bis zur nächsten Kindermedizin. Genau diese Situation wird in Kürze auch in Zeitz eintreten, weil dort die Kinderklinik geschlossen wird. Bis Naumburg sind es dann mindestens 45 Minuten Fahrtzeit. Viel zu lange Wege. Der ländliche Raum wird immer unattraktiver für Familien. Hier muss endlich entgegengesteuert werden!“

 

Magdeburg, 12. April 2023

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