Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel entlastet Alleinerziehende und kleine Einkommen am stärksten
Steigende Lebensmittelpreise belasten Haushalte mit niedrigen Einkommen besonders stark. Das zeigt die Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke zur Einkommensbelastung durch Ausgaben für Nahrungsmittel. Dazu betont Eva von Angern, Vorsitzende der Fraktion Die Linke:
„Hohe Lebensmittelpreise belasten Alleinerziehende besonders stark. Im Durchschnitt geben sie rund 12,6 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel aus und damit mehr als andere Haushaltstypen. Alleinerziehende stehen ohnehin häufig unter großem finanziellem Druck. Steigen die Lebensmittelpreise, verschärft sich ihre soziale Lage weiter. Alle Familien sollen sich eine gute, gesunde Ernährung leisten können. Deshalb wollen wir hier entlasten.“
Kerstin Eisenreich, ernährungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke ergänzt:
„Wir müssen die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel abschaffen. Davon profitieren vor allem Haushalte mit wenig Einkommen. Die aktuellen Zahlen zeigen eine deutliche soziale Schieflage. Haushalte mit sehr geringem Einkommen geben 17,5 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Bei hohen Einkommen sind es 7,3 Prozent. Wer wenig verdient, gibt relativ zum Einkommen mehr als doppelt so viel für Essen aus wie Menschen mit hohem Einkommen. Darum würde die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel Haushalte mit geringem Einkommen am meisten entlasten.“
Hier finden Sie die entsprechende parlamentarische Anfrage: https://padoka.landtag.sachsen-anhalt.de/files/drs/wp8/drs/d6739dak.pdf
Magdeburg, 17. März 2026
