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Ausgrenzung von queeren Menschen entgegenwirken

Eva von Angern, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Landtag von Sachsen-Anhalt, betont zum heutigen IDAHOBIT, dem internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie:

„Heute vor 31 Jahren hat die WHO beschlossen, dass Homosexualität nicht mehr als Krankheit zu werten ist. Für Transsexualität wurde dies erst im Jahr 2018 mit dem Erscheinen der ICD-11, dem überarbeiteten Krankheiten-Katalog, erreicht. Jedoch sind queere Menschen nach wie vor Diskriminierung und Anfeindungen ausgesetzt. Das ist inakzeptabel und wir werden uns weiterhin konsequent dafür einsetzen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Konkret heißt das: Wir fordern ein Bund-Länder-Programm gegen homo- und transphobe Gewalt, das zum einen Präventionsstrategien und zum anderen eine Reform des polizeilichen Erfassungssystems beinhaltet, um Straftaten klar zuordnen zu können. Es bedarf einer gesetzlichen Regelung in Sachsen-Anhalt zum Wahlrecht von Trans* und Inter* bei polizeilichen körperlichen Durchsuchungsmaßnahmen. Auf Bundesebene werden wir uns weiterhin dafür einsetzen, dass die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität überwunden wird und wollen deswegen auf eine entsprechende Änderung des Grundgesetzes hinwirken.

Es gibt noch sehr viel zu tun und wir dürfen nicht in den Bemühungen nachlassen, gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Anfeindung von queeren Menschen einzutreten und die Gesellschaft weiterhin für diese Ausgrenzungen zu sensibilisieren. Nicht nur heute.“

 

Magdeburg, 17. Mai 2021

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