Gewalt im Klötzer Waldbad – klare Kante gegen Gewalt und politische Verharmlosung

Die gewaltvollen Übergriffe rechtsextremer Schläger im Waldbad Klötze kommentieren Eva von Angern, Fraktionsvorsitzende im Landtag, sowie Nadja Lüttich, Kreisvorstand der Partei Die Linke im Altmarkkreis Salzwedel:

„Mit großer Bestürzung nimmt Die Linke die Vorfälle im Klötzer Waldbad zur Kenntnis. Die brutale Attacke auf den Schwimmbadleiter, das Personal der Wasserwacht und eine Rettungsschwimmerin durch polizeilich bekannte rechtsextreme, ausgebildete Kampfsportler ist nicht nur ein schlimmer, tätlicher Angriff, sondern auch ein Angriff auf das gesellschaftliche Miteinander in unserer Region.

Besonders beunruhigend ist, dass zwei der mutmaßlichen Täter Mitglieder im Kampfsportverein Klötze aktiv sind – ein Verein, dessen Vorsitzender zugleich Bundestagsabgeordneter der AfD ist. Die Nähe zwischen Gewalt und rechtspopulistischer Politik zeigt sich deutlich und wirft die Frage auf, welche Sanktionen solch ein durch die AfD gestützter Verein jetzt erhalten sollte.

Die vom Verein selbst ausgesprochenen Sanktionen gegen die Täter sind halbherzig und unehrlich. Wer rechtsextreme Gewalttäter in seinem Verein duldet, muss durch den Landessportbund und das zuständige Innenministerium dafür sanktioniert werden. Eine befristete Wettkampfsperre und einige Arbeitsstunden reichen nicht aus. Wer Kampfsport betreibt, trägt eine besondere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Diese Verantwortung wurde hier eklatant verletzt.

Polizei, Staatsanwaltschaft und der Landessportbund müssen hier gemeinsam Sanktionen prüfen. Die Altmark darf nicht zur Kulisse für Gewalt, Machtmissbrauch und Verrohung werden. Den betroffenen ehrenamtlich Aktiven aus dem Waldbad wünschen wir, dass sie schnell genesen und sich von rechten Gewalttätern nicht einschüchtern lassen. Ihnen gilt unser größter Respekt für ihre Arbeit!“

 

Magdeburg, 7. August 2025