Keine Machtspiele mit der Rente – Rentenniveau auf 53 Prozent anheben

Zur heutigen Abstimmung über das Rentenpaket im Bundestag sagt Eva von Angern, Fraktionsvorsitzende:

„Wochenlang hat die sogenannte Junge Gruppe in der Union den Aufstand geprobt. Es ging ihnen nie um mehr als ein internes Machtspielchen. Dass heute viele der vermeintlichen Rebellen nun doch dem Rentenpaket zugestimmt haben, hat sie endgültig entlarvt. Für uns als Linke ist klar: Eine weitere Absenkung des schon jetzt viel zu niedrigen Rentenniveaus wäre eine Katastrophe für Millionen Rentnerinnen und Rentner im Land und da machen wir nicht mit! Dass Teile der Union das billigend in Kauf genommen haben, lässt tief blicken. Es braucht Mehrheiten für ein Rentenniveau von 53 Prozent, für ein Rentensystem in das alle Erwerbstätigen einzahlen, für eine solidarische Mindestrente. Dass das möglich ist, zeigt zum Beispiel ein Blick nach Österreich. Das ist unser Ziel.

Die Linke kämpft für ein Altern in Würde für alle Menschen, denn unsere Eltern und Großeltern verdienen mehr. Die Lage ist schon jetzt dramatisch: Rentnerinnen und Rentner in Sachsen-Anhalt erhalten im Durchschnitt gerade einmal rund 1.300 Euro Rente. Das reicht nicht zum Leben! Über 10.000 Senioren sind in Sachsen-Anhalt auf Grundsicherung angewiesen. Das ist kein Naturgesetz, sondern politisch gemacht. Eine gute Rente für alle ist finanzierbar, wenn auch alle Erwerbstätigen einzahlen und die Beitragsbemessungsgrenze deutlich angehoben wird.“ 

 

Magdeburg, 5. Dezember 2025